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Biography
Leider gibt es zu wenige Bands wie Deftones, die sich ohne Skandale und
ohne Kommerz einen Namen in der Musikwelt geschaffen haben. Dass Deftones
die eigentlichen Mitbegründer des 'NewMetal' sind, wird leider viel
zu oft vergessen.
Gegründet
wurde die Band in den späten 80er Jahren, wo neben Skaten und
Schule, Musik ein wichtiger Bestandteil des Lebens war. Chino [Gesang],
Stephen [Gitarre], Abe [Drums] und der damalige Bassist Dominic
bildeten die erste Formation. Wie die meisten Bands splitteten sich
auch Deftones mehrere Male auf: Abe verliess die Band, ging zu Phallucy;
Dominic probierte sich an den Drums, was aber nicht von langer Dauer
war, da er nach einiger Zeit auch zu Phallucy wechselte;
Später fand sich ein neuer Drummer, John Tayler und auch ein
neuer Bassist, der bis heute noch bei den Deftones spielt, Chi;
für kurze Zeit spielten sie in diesem Line-up, bis John die
Band wieder verliess und Abe wieder zurückkehrte. Nun haben
wir wieder die Formation die sich über die vielen Jahre bewährt
hat.
1989 fingen die Deftones in dieser Besetzung an, ihre Musik an die
Öffentlichkeit zu bringen und machten sich damit einen Namen
in ihrer Heimatstadt Sacramento und Umgebung.
Es dauerte ganze 5 Jahre, bis sie einen Plattenvertrag bei Maverick
bekamen und somit ins Studio gehen konnten, um ihr erstes Album
aufzunehmen.
1994 war es so weit, Deftones ging mit Terry Date ins Studio.
Das Album "Adrenaline" wurde am 29. September 1995 veröffentlicht.
Besonders kennzeichnend für ihre Musik sind die häufigen
Stimmungsschwankungen, die Intensivität und Energie mit der
sie ihre Musik präsentieren.
Nach der Veröffentlichung von "Adrenaline", tourten
die Deftones quer durch Amerika und waren unter anderem im Vorprogramm
von Bands wie Korn, den Bad Brains, Quicksand
und White Zombie zu sehen. Dann wagten sie sich endlich
nach Europa. Mehr als das Roskilde-Festival im Jahr 1996, sollte
es aber noch nicht sein.
Während Korn mit ihrem ersten Album schon den Durchbruch geschafft
hatten, galten die Deftones noch als Underground und waren nur in Insiderkreisen
bekannt. Dies änderte sich aber mit der Veröffentlichung des
zweiten Albums, "Around the Fur", welches seit dem 27. Oktober
1997 in den Plattenläden steht. Mit diesem Album haben sie es geschafft
ihre Fähigkeiten der Welt unter Beweis zu.
Im Song MX konnte man zum ersten Mal auf einem Deftones- Album eine weibliche
Stimme hören, Annalynn Cunningham (die Frau von Abe). Auch
Max Cavalera ist auf der Platte mit Stimme und Gitarre vertreten.
[Max Cavalera ist einer der bekanntesten "Metal- Helden".
Er gründete mit seinem Bruder Sepultura, stieg aber nach
langer Zeit aus dieser Band aus und gründete später Soulfly.]
Nach "Around the Fur" folgte wieder eine ausgiebige Tour
der Deftones, jedoch waren diesmal auch Touren in Europa geplant.
Auch auf diversen Soundtracks kann man unveröffentlichtes,
wie auch veröffentlichtes Material der Deftones finden, wie
z.B. auf dem Escape From L.A. Soundtrack, dem Matrix
Soundtrack und dem The Crow II Soundtrack. In
The Crow II hatte die Band sogar einen kleinen Gastauftritt
als Kneipenband.
Später hat Chino mit Cypress Hill am Song "Rock
Superstar" mitgearbeitet. Man konnte ihn auch auf dem 96'er
Album von Korn (Life is Peachy) auf dem Track Wicked hören,
mit dessen Veröffentlichung Chino nicht gerechnet hatte und
auch nicht gerade damit zufrieden war.
Das Datum der Veröffentlichung von ihrem dritten Album wurde immer
wieder verzögert. In der Zwischenzeit hörte man kaum etwas über
sie, nur Gerüchte über Probleme der Band oder über eine
Veränderung deren Musikstils.
Bei diesem Album haben es die Deftones mal wieder geschafft, sich selbst
zu übertreffen und haben sich bei "White Pony“ an die
gleichen, für die Band typischen, Merkmale gehalten. Ihre textliche
Tiefe, ihre Gefühle und Emotionen werden dem Hörer genau beschreiben,
bis dieser dann von ihnen gefesselt ist. Man hat die ganze Palette von
Gefühlen: Traurigkeit, Depressionen, Freude, Verzweiflung, verschiedene
Stimmungen, die dadurch das Album nicht langweilig und eintönig klingen
lassen. Auf diesem Album wurde dann auch schließlich das "inoffizielle"
Bandmitglied Frank Delgado (Turntables) als fester Bestandteil in die
Band integriert. Viele wissen nicht, dass Frank schon seit "Adrenaline"
bei allen Songs mitgearbeitet hat und bei Fireal, Minus Blindfold, My
Own Summer (Shove It) und Around The Fur sogar selber vertreten ist. Bei
White Pony ist er sogar auf jedem Track vertreten.
Bei den Deftones ist es sehr schwer einen DJ herauszuhören, da er
nur Atmosphäre in die Songs hineinbringt und nicht nach den normalen,
offensichtlichen Merkmalen arbeitet und somit verhindert, wie in einigen
anderen Bands, über die Songs zu scratchen und damit den ganzen Gesamteindruck
zerstört. Und noch etwas ist dazugekommen, eine zweite Gitarre. Bei
Songs wie Digital Bath, RX Queen, Change (In The House Of Flies) spielt
Chino die zweite Gitarre, um noch ein volleres Klangbild zu erreichen.

Deftones wollte auf dem neuen Album keine Gastauftritte haben, doch einen
konnten sie nicht so einfach wegstoßen: Maynard James Keenan,
der Sänger von Tool und A Perfect Circle. Als Chi
in einem Interview darauf angesprochen wurde antwortete er: "Maynard
ist schon lange Jahre ein guter Freund. Eigentlich war gar nicht geplant,
dass er mitsingt, er sollte nur einige Ideen beisteuern. Aber als wir
zu spielen anfingen, schnappte er sich spontan das Mikro. Diese beiden
Stimmen zusammen, dass ist einfach der Hammer! Du weißt kaum, wer
was singt, so perfekt passen sie zusammen.“
White Pony klingt im Vergleich zu den anderen Alben viel reifer
und experimentierfreudiger, das bedeutet aber nicht, dass die anderen
Alben schlechter oder unerfahrener sind, denn jedes ihrer Alben
zeigt die unterschiedlichen Lebensabschnitte jedes einzelnen Bandmitgliedes.
2000 war generell das Jahr der Deftones, mit White Pony schafften sie
ein Album, dass von Kritikern in den Himmel gehoben wurde, und sie wurden
in ihrer Heimatstadt Sacramento als Ehrenbürger der Stadt anerkannt.
Mit dem Song "Elite" von White Pony bekamen die Deftones 2001
einen Grammy als Best Metal Performance überreicht, unter
anderem waren auch Pantera und Slipknot nominiert.
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